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23. November 2009, 17:02
Peter Stein und die Rotzigkeit














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  THEMA 'Kunst'

Nach dem Künstlertreff mit Papst Benedikt sorgte der deutsche Theaterregisseur Peter Stein für merkwürdige Aussagen: 'Ich spreche italienisch mindestens so gut wie Herr Ratzinger', 'Wir müssen Schönheit sehen, wo sie vielleicht Herr Ratzinger nicht sieht'

Vatikan (kath.net)
„Rotzigkeit ist in der Kunst ein sicherer Ausweis, dass man bedeutend ist.“ Das meinte der deutsche Theaterregisseur Peter Stein, wie "Radio Vatikan" berichtet. Stein erklärte nach dem Treffen mit Papst Benedikt am Samstag, dass er kein Wort verstanden habe und sich nicht konkret dazu äußern könne. Die akustische Anlage sei miserabel gewesen.

Der Regisseur sagte wörtlich gegenüber "Radio Vatikan": "Ich verstehe italienisch und spreche italienisch mindestens so gut wie Herr Ratzinger. Aber deswegen kann ich mich dazu nicht äußern. Nun ist es so: Der Begriff der Schönheit ist sehr relativ. Viele Leute finden etwas schön, was andere nicht schön finden. Natürlich, ein Repräsentant einer so gewaltigen Institution wie der katholischen Kirche hat die Tendenz zur Vereinfachung und zur Simplifizierung. Wir Künstler dagegen habe die Aufgabe der Differenzierung. Wir müssen Schönheit sehen, wo sie vielleicht Herr Ratzinger nicht sieht. Wir müssen auch Hässlichkeiten verteidigen als Künstler, weil sie Abbild sind der Realität, in der wir leben, die Herr Ratzinger vielleicht nicht so gerne sehen mag. Aber grundsätzlich ist es so, dass ich persönlich eigentlich gerne möchte, dass die Sachen, die ich herstelle, den Leuten ästhetisch gefallen, würde ich vorsichtig ausdrücken, und nicht genauso hässlich sind wie das meiste, was mich umgibt. Wobei das ja schon gar nicht stimmt. Uns umgibt ja unglaublich viel Schönheit. Aber nicht nur. In dieser Zwiespältigkeit würde ich das mit dem Schönheitsbegriff lieber lassen als so eindeutige Dinge sagen, die so offensichtlich der Herr Ratzinger gesagt hat.“

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Auf die Frage, ob er denn überrascht war, eingeladen worden zu sein, meinte Stein: "Nicht unbedingt, aber das liegt daran, dass ich verheiratet bin mit Maddalena Crippa, und sie hat sich sehr oft an Veranstaltungen beteiligt, die die katholische Kirche organisiert hat. Dementsprechend war ich nicht so überrascht. Maddalena Crippa, eine der bedeutendsten Schauspielerinnen Italiens, gehört selbstverständlich hierher, wenn man die Künstler einlädt. Ich nicht unbedingt.“

Bei der Frage, was er denn mitnehme, meinte Stein: "Ich habe mitnehmen können, dass ich zweieinhalb Stunden lang Gelegenheit hatte, die Cappella Sistina zu studieren und meinen Michelangelo zu studieren. Davon bin ich sehr, sehr angetan.“

kathTube: Die Rede von Papst Benedikt an die Künstler - Gewidmet Peter Stein ;-)




   

Lesermeinung

 Florianklaus am 24.11.2009

Dieses pubertäre Gehabe ist einfach nur lächerlich!
 
Tadeusz am 24.11.2009

Zitat: "Peter Stein ist so ein bisschen das Clichee des Alt-68er, deren rebellischer Gestus nur noch suventionierte und zementierte Spießigkeit ist: nackte Schauspieler, Onanie auf der Bühne usf. Rotzig sind heute die Spießer."

Das ist genau der Grund, dass ich mich aus den letzten 3 Theatervorstellungen nach ca. 20 bis 30 Min. entfernt habe. Dies ist schon ca. Jahre her - seitdem habe ich auf Theatervorstellungen verzichtet. Die Steins dieser Welt haben zu dieser meinen Entscheidung einen wesentlichen Beitrag geleistet.

Ein Punkt aber ärgert mich schon. Diese verwerfliche Vorstellungen werden vom Geld der Steuerzahler subventioniert. Hätte ich irgeneinen Einfluß auf die Verteilung der Steuergelder gehabt, würde ich SOFORT dem sinnlosen "Geld aus dem Fenster hinausschmeissen" ein freudiges Ende bereiten...
 
 Ben Oesi am 24.11.2009
Der anstößige Peter Stein
Peter Stein möchte wohl mit seiner Rotzigkeit als Stein des Anstoßes gewürdigt werden und dabei auch noch ästhetische Ansprüche stellen. Da stößt er aber an seine Grenzen. Denn seine angemaßte Differenzierung des Schönheitsbegriffs zerbröselt kläglich, wenn man sie an seinen Leistungen misst. Da kann man vom Felsen Petri gültigere Richtlinien erwarten.
 
rosenberg am 24.11.2009
Benedikt,s überragende Souveränität.
Der Skandal um die Unverschämtheiten eines herrn stein, zeigt wieder einmal sehr deutlich, dass die Vaticanischen Ämter in ihren Fähigkeiten und ihrer Professionalität weit, sehr weit hinter der des Papstes zurücksteht, wie auch an der Geschwätzigkeit
Gianfranco Ravasi einen Hang zur eitlen Selbstdarstellung unübersehbar ist.
 
Ottaviani am 24.11.2009
wenn man
Herrn Stein und sein Opus kennt wundert die Aussage nicht
 
Gandalf am 24.11.2009
@besucher
Ein herrliches Wortspiel. Bravo :-)
 
spes am 24.11.2009
Perlen vor die Säue
Der Heilige Stuhl sollte wirklich etwas besser aufpassen, wen er zu derartigen Audienzen einlädt. Ob die Ansprache des Heiligen Vaters, seine Aussagen und Gedankenanstöße bei Herrn Stein ankommen ist stark zu bezweifeln - selbst wenn die akkustischen Verhältnisse optimal gewesen wären. Sich gezielt als Ausgangspunkt für Angriffe und Beschimpfungen anzubieten, sollte sich Papst Benedikt zu schade sein (Für mich ist die Anrede "Herr Ratzinger" übrigens mindestens grenzwertig).
@besucher: nettes Wortspiel
Gruß
spes
 
 besucher am 23.11.2009
Der Unterschied
Ein Steinchen und ein Fels
 
camino ignis am 23.11.2009
Ach naja..
..der gute Stein..schiebt wohl nur ein bisschen Rotzigkeit vor sich her, um sich und anderen nicht eingestehen zu müssen, dass er doch vom ganzen Treffen und "Herrn Ratzinger" schwer beeindruckt war..;)
übrigens: in der Häßlichkeit die Schönheit , im leiden den Sinn zu entdecken, dass ist auch Kunst, die wahre Kunst, Herr Stein!
 
Epiklese am 23.11.2009
Linke Spießer
Peter Stein ist so ein bisschen das Clichee des Alt-68er, deren rebellischer Gestus nur noch suventionierte und zementierte Spießigkeit ist: nackte Schauspieler, Onanie auf der Bühne usf. Rotzig sind heute die Spießer.

Aber zumindest tendenziell muss ich ihm in einem recht geben: auch das Hässliche muss in der Kunst einen Platz haben. So eine Höllendarstellung z.B. ist ja nicht wirklich "schön", und wenn man dem Babycaust ein Musikstück widmen wöllte, dann sollte es auch nicht "schön" sein.

Nur scheint mir, daß viele Künstler durchschnittlich gottlos sind; dafür überdurchschnittlich sensibel und deshalb eine kalte, grausame, leere Welt beschreiben, in der es nirgendswo mehr Schönheit gibt. Oder: sie sind Gutmenschen, die keine schöne Melodie mehr komponieren wollen, da doch in Grönland die Eisbären sterben. ; )

Fazit: der Hl. Vater ist sicher kein Luftikus, der das Hässliche ausblendet, aber dank seinem Glauben hat er eine realistischere Sicht auf die Welt. Angeblich ist ja der Hl. Vater "lustfeindlich" und würde die Menschen "erdrücken" etc. Aber hier sieht man, das es genau umgekehrt ist! Es ist gerade nicht der Papst, der die Lust verbannen will oder Menschen verängstigen will!
 
Gandalf am 23.11.2009
Schwerhörig?
Oder vielleicht ist Hr Stein nur schwerhörig und braucht einen HNO-Arzt ;-)
 
ThomasMorus am 23.11.2009

Warum nimmt eigentlich irgendjemand diese Aussagen ernst? Der Herr Stein ist wohl schon mit der Grundhaltung gekommen, dass er vom Papst kein vernünftiges Wort hören wird. Da ist es doch klar, dass von den Lautsprechern bis zum Inhalt nichts gepasst hat.
Alleine die Tatsache, dass es für Millionen Katholiken eine große Ehre wäre den hl. Vater persönlich in relativ kleinem Rahmen treffen zu dürfen und seinen Ausführungen zuhören zu können, sollte dem Herrn Stein soviel Demut wert sein, dass er seine Aussagen für sich behält!
 
Monika Elisabeth am 23.11.2009
Naja
da bin ich ein bisschen skeptisch. Meiner Meinung nach hat die Realität nichts in der Kunst verloren, sonst wäre es ja Realität und nicht Kunst. Kunst hebt sich von der Realität ab. Deswegen schaut man sie sich ja so gerne an egal ob man in einer guten oder schlechten Realität beheimatet ist.

Aber vielleicht bin ich einfach nicht rotzig genug, um zu verstehen was Peter Stein meint. Oder liegt es an der hier nicht vorhandenen Akustik?
 
diaconus am 23.11.2009
Peter Stein?
Auch ich stelle die Frage: wer ist Peter Stein? Ach ein Theaterregisseur, vermutlich einer jener die dem Regietheater anhängen und die schönes theater verhunzt`? Oder irre ich mich? Wenn die Akustikanlage so schlecht war, dass er nichts verstanden ha, wie konnte er dann über das italienisch urteilen?
Fazi: ein Selbstdarsteller, der PR braucht
 
 Paulus am 23.11.2009

Schöner lässt sich aber vielleicht auch gar nicht zeigen als von diesem aufgeblasenen Herrn Stein, wie sehr der Ansatz dieses Künstlertreffs daneben war. Die Kirche und der Papst haben es nicht nötig, sich solchen oder auch anderen weniger rotzlöfferligen und seriöseren Künstlern anzubiedern und wer weiß wohin zu kriechen. Wenn p.p. Benedictus XVI. sich um die Reinigung und wahre Erneuerung der heiligen LIturgie kümmert, werden diesem größten Kunstwerk der Weltgeschichte auch wieder wahre Meisterwerke der Kunst wie einer Quelle wieder neu wie in früheren Zeiten entspringen.
 
 Pamir am 23.11.2009
pamir
Er ist so unbedeutend, dass er nach eigener Aussage nur wegen seiner Frau eingeladen wurde.
Komisch: Er hat akustisch nichts verstanden, aber kann das Italienisch des Papstes beurteilen, auch noch inhaltlich.
bei vielen Regisseuren hat man ja auch oft den Eindruck, dass sie die Autoren ihrer Werke auch nicht verstanden haben.
weiter »
 
 studiosus am 23.11.2009

Naja, was ein "Verstaendnis so gut wie Seine Heiligkeit Papst Benedictus XVI" (den meint Herr Peter Steiner vermutlich wenn er von "Herr Ratzinger" spricht - es gibt auch einen Peter Ratzinger, einen Florian Ratzinger... usw) angeht, so duerfte sich das vermutlich tatsaechlich auf die italienische Sprache beschraenken...
 
 Irenäus am 23.11.2009
Unseriös
Es spricht nicht gerade für Herrn Stein, daß er sich in dieser Weise über die Ansprache des hl. Vaters verbreitet, wenn er nach eigenem Bekunden dieselbe aus akustischen Gründen nicht verstanden hat. Wenn er verstanden hätte, wäre ihm aufgefallen, daß es Benedikt XVI. gerade nicht um einen Schönheitsbegriff geht, wie Stein ihn zurückweist, sondern daß er ja mit Platon die aufrüttelnde Wahrheitsverpflichtung der Kunst betont. Im übrigen ist Schönheit eben nicht relativ, wenngleich sich die Form und Weise, in der sie sich kommuniziert, ganz unterschiedlich sein kann.
 
Gandalf am 23.11.2009
Ein Wichtigmacher?
Möglicherweise ein medial hochgespielter Wichtigmacher ;-) oder jmd. der sich selbst gerne wichtig machen möchte, Stichwort "Rotzigkeit". Bescheidenheit ist ein Zeichen eines wahren Künstler, Mr. Stone.
 
filiaecclesi am 23.11.2009
Peter Stein?
Wer ist eigentlich Peter Stein? Nie von dem gehört :-)
 

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