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14. Oktober 2009, 14:40
Lebensschützer dürfen nicht in die Kirche














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  THEMA 'Erzbistum München'

Die Erzdiözese München distanziert sich vom „Gebetszug 1000 Kreuze für das Leben“, weil laut Informationen des Erzbistums auch Neonazis dabei Aktionen planen.

München (kath.net) Um sich nicht „vor den Karren der Neonazis spannen“ zu lassen, distanziert sich die Erzdiözese München und Freising von dem diesjährigen „Gebetszug 1000 Kreuze für das Leben“, der am 24. Oktober durch die Münchner Innenstadt ziehen soll. Das teilt das Erzbistum in einer Aussendung mit.

Im Vorjahr hatten sich rechtsextreme Gruppierungen bei der Veranstaltung bemerkbar gemacht und sie für ihre Zwecke missbraucht, kath.net hat berichtet. Auch heuer planen Rechtsextreme nach Informationen der Erzdiözese Aktionen bei dem Marsch.

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Der Veranstalter des Marsches, EuroProLife, hat sich schon im Vorjahr klar von den Rechtsradikalen distanziert. Einige Medien hatten damals von einer Art "Allianz" zwischen Lebensschützern und Neonazis geschrieben.

Aus diesem Grund hat die Erzdiözese München den teilnehmenden Lebensschützern heuer verboten, den Kirchenraum der Pfarrei St. Paul oder andere Kirchenräume zu nutzen. Bisher hatten die Gläubigen dort eine Heilige Messe gefeiert und den Rosenkranz gebetet. „Entgegen anders lautender Ankündigungen des Veranstalters ‚Euro Pro Life’ wird es deshalb weder eine Heilige Messe noch ein Rosenkranzgebet in St. Paul geben“, teilt die Erzdiözese München mit.

„Das grundsätzliche Anliegen der Aktion Euro Pro Life, nämlich den Schutz des ungeborenen Lebens, teilen wir als gläubige Katholiken selbstverständlich. Wir lassen uns aber nicht von Neonazis vor den Karren spannen“, begründet Prälat Josef Obermaier, Seelsorgereferent der Erzdiözese.

Foto: (c) europrolife.com

   

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