
Vatikan (kath.net/RV) Benedikt XVI. hat den Besuch der Stätten des irdischen Lebens Jesu als großes Geschenk empfunden. Das sagte der Papst selbst bei seiner Generalaudienz am Petersplatz in Rom an diesem Mittwoch. Heute wurden nach der Generalaudienz an Papst Benedikt auch die 33.000 Unterschriften der Aktion "Ja zu Benedikt" übergeben.
Mit einem Rückblick auf seine Heilig-Land-Reise wandte Benedikt sich an die Pilger auf dem Petersplatz und an die Christen in aller Welt: „Vor allem danke ich dem Herrn für diese Tage der Gnade. Ebenso bin ich allen dankbar, die diese Reise nach Jordanien, nach Israel und in die Palästinensischen Gebiete möglich gemacht und zu ihrem Gelingen beigetragen haben. Der Anlass meiner Reise war ein zweifacher: Zum einen war es eine Wallfahrt, zu der ich mich als Pilger des Glaubens und Pilger des Friedens in die Länder der Bibel aufgemacht habe.
Zugleich wollte ich der Kirche im Heiligen Land mit ihren reichen Traditionen und vielfältigen Riten einen Pastoralbesuch abstatten. Es war mein Wunsch, den Christen, deren Anwesenheit im Land Jesu und im ganzen Nahen Osten so wichtig ist, die Nähe des Nachfolgers Petri spürbar zu zeigen. Hier möchte ich vor allem die bewegenden Gottesdienste in Amman, in Jerusalem, Betlehem und Nazaret wie auch die ökumenischen Treffen nennen.“
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Ökumenische, aber doch auch politische Akzente hätten seine Reise geprägt, so Benedikt: „Ebenso bedeutend waren die Begegnungen mit den Vertretern des Judentums und des Islams wie auch mit den verschiedenen staatlichen Autoritäten. Der Glaube an den einen Gott, der gerecht und barmherzig ist, wird den Völkern der Region die Kraft geben, den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen und zu echter Versöhnung und dauerhaften Frieden zu gelangen. Jerusalem wird, wie sein Name sagt, wirklich „Stadt des Friedens“ sein, wenn die Menschen Gott mit ihrem ganzen Dasein lieben und den Nächsten wie sich selbst.“
"Glauben auch in jungen Medien bezeugen!"
Die Kommunikationsmittel bestimmen eindeutig mit darüber, wie Menschen zueinander in Beziehung treten. Darauf hat der Papst zum „Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel“ aufmerksam gemacht, der am kommenden Sonntag begangen werden wird.
„In meiner diesjährigen Botschaft lade ich all diejenigen, die in den neuen Kommunikationsmedien arbeiten, darunter besonders die jungen Menschen, dazu ein, diese in einem guten Sinn zu gebrauchen und deren großes Potential für einen Beitrag zu Freundschaft und Solidarität in einer besseren Welt zu erkennen.
Besonders auch junge Menschen rufe ich dazu auf, bezeugt euren Glauben in der digitalen Welt! Nutzt die neuen Technologien, um die Verkündigung zu verbreiten, sodass die Frohe Botschaft von Gottes unendlicher Liebe alle Menschen erreicht und auf den neuen Wegen der ständig wachsenden technologischen Welt Widerhall findet!”
Im Anschluss an die Generalaudienz übergaben die Initiatoren der Internet-Unterschriftenaktion für den Papst – „Ja zu Benedikt“ – dem Kirchenoberhaupt die Früchte ihrer Aktion: 33.000 Gläubige hatten den Aufruf zur Solidarität mit dem Papst unterzeichnet. Die Initiative richtete sich gegen öffentliche Angriffe auf Benedikt XVI. in den Medien des deutschen Sprachraums.
Vor dem abschließenden Segen begrüßte der Papst wie gewohnt die Pilger und Besucher in verschiedenen Sprachen. Auf Deutsch fasste er dabei nochmals seine Dankbarkeit über seinen Besuch im Heiligen Land in Worte. „Der Besuch der Stätten des irdischen Lebens Jesu war für mich ein großes Geschenk. Der auferstandene Christus ist unsere Hoffnung: Nicht das Böse hat das letzte Wort, sondern Gottes rettende Liebe. Beten wir inständig um Gottes Heil und Frieden für das Heilige Land. Von Herzen segne ich euch alle.“

Foto: In Jerusalem in der Grabeskirche auf Golgota, (c) SIR |