LOGIN


eingeloggt bleiben

neu registrieren
Passwort vergessen


+ version 4.2
  
Nachrichten Community Service

  NACHRICHTEN
     Aktuelles
     Österreich
     Deutschland
     Schweiz
     Weltkirche
     Chronik
     Jugend
     Spirituelles
     Buchtipp
     Interview


  SERVICE
     
     KATH.NET-CHAT
     kathTube
     Radio kathTube
     Kathpedia
     Newsletter
     Termine
     KATH.NET-Club
     Leserreisen 2010
     Werbebanner
     Newsticker
     kathShop


  INTERNATIONAL
     English
     Italiano
     Français
     Español
     Slovensky
     Hrvatski
     Português

     Nuntii latini


  SUCHE
     






Anderswo...

HPD - 8. 9 - Stoppt Bibel-TV

ÄRZTE ZEITUNG - 9. 9 - Tötung auf Verlangen wird durch gute Palliativversorgung überflüssig

DER STANDARD - 7. 9 - Zwei weitere Anzeigen durch Klasnic-Kommission - 433 gemeldet

ORF - 8. 9 - Muzicant für mehr Moscheen - aber ohne Minarette

WELT ONLINE - 8. 9 - Promiskuität: Warum Playboys normalerweise früher sterben

NGZ ONLINE - 6. 9 - Diebstahl von Monstranz mit Allerheiligstem

NZZ - 5. 9. - Appell an den Vatikan

Top Artikel der letzten 7 Tage

Vatikan: Schreiben der Deutschen Bischöfe hat keine Rechtskraft

Konsistorium im November?

Protestantischer Irrlehrer Nikolaus Schneider

Papsthasser planen Großdemo am 18. September in London

Die metaphysische Schlacht – der gute Kampf

Rom schafft sich ab

Und doch hat Gott die Welt erschaffen

Die Kehrseite der mangelnden Integrationsbereitschaft

Kirchen zu Hawking: Physik kann keine letzte Erklärung liefern

Aachen: Rücktritt des Diözesanjugendseelsorgers


26. Januar 2009, 12:06
Kardinal Kasper: Paulus würde auch heute anecken














Artikel kommentieren
Tippfehler melden
Druckversion
Artikel versenden

  WEITERE ARTIKEL ZUM
  THEMA 'Paulus'

Kath.Net-Exklusiv-Interview mit dem römischen Kurienkardinal Walter Kasper, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, über den Hl. Paulus

Vatikan (kath.net)
Kath.Net: Was schätzen Sie ganz persönlich am Heiligen Paulus?

Kardinal Kasper: An Paulus beeindruckt mich besonders seine Christusverbundenheit. Von Christus her, mit ihm und in ihm zu leben war ihm seit seiner Damaskuserfahrung alles. Das ist die Mitte christlicher Existenz. Diese Christusverbundenheit kommt für mich am ansprechendsten in meinem „Lieblings-Paulus-Brief, dem Brief an die Philipper, zum Ausdruck: „Für mich ist Christus das Leben und Sterben Gewinn.“

Kath.Net: Warum denken Sie, dass der Heilige Vater der Kirche ein Paulus-Jahr geschenkt hat?

Kardinal Kasper: In der gegenwärtigen, teilweise krisenhaften Glaubenssituation kommt es darauf an, uns nicht an rasch wechselnden Moden zu orientieren sondern uns auf die apostolischen Ursprünge und Grundlagen zu besinnen und uns von dorther Erneuerung des Glaubens und neue Freude am Glauben schenken zu lassen. Nur dann können wir glaubwürdige Zeugen des Glaubens sein.

Kath.Net: Papst Benedikt XVI. hat bei der Feier zur Eröffnung des Paulusjahres gemeint "Paulus will mit uns reden - heute". Was möchte uns der Hl. Paulus heute sagen?

Kardinal Kasper: Dazu wäre sehr vieles zu sagen. Ich möchte nur einen Gesichtspunkt aus dem Römerbrief herausgreifen: Die existentielle Bedeutung des Glaubens. Er sagt uns, dass uns nichts scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus offenbar geworden ist. Da kann sein und kommen was mag, wir sind in Gottes Liebe geborgen. Als Christen brauchen wir nie die Hoffnung verlieren.

Werbung


Kath.Net: Kann man aufgrund der Fülle der Paulus-Schreiben im Neuen Testament eigentlich von einer eigenen Paulus-Theologie sprechen? Was ist das
Wesentlich an "seiner Lehre"?


Kardinal Kasper: Die verschiedenen Paulus-Briefe sind jeweils als Antwort auf konkrete Situationen seiner Gemeinden entstanden. Es gibt aber durchgehende Linien und Motive, die für die Theologie des Apostels kennzeichnend sind: Die von überanstrengter Selbst-rechtfertigung und Angst befreiende Botschaft, dass wir durch Jesus Christus im Glauben gerecht gemacht und zum neuen Leben berufen sind. So kann Paulus im Brief an die Philipper, obwohl er diese im Gefängnis geschrieben hat, dennoch gleich drei Mal zur Freude aufrufen, die mehr ist als oberflächliche Fröhlichkeit.

Kath.Net: Wie wichtig ist der Hl. Paulus für die Ökumene?

Kardinal Kasper: Seine Briefe sind schlechterdings grundlegend für die Ökumene. Sie sind allen Kirchen gemeinsam und sind die gemeinsame Basis. Sie können uns das, was wir ökumenisch gemeinsam haben, neu bewusst machen und stärken. Vor allem sagen sie uns, dass die Kirche wesentlich eins ist und daß wir deshalb die Spaltungen nicht als gegeben hinnehmen dürfen, dass sie vielmehr ein Skandal sind.

Kath.Net: Der Heilige Vater hat auch darauf hingewiesen, dass der Hl. Paulus durchaus auch als "streitbarer Mann" hingestellt wurde und es Auseinandersetzungen auf seinem Weg als Apostel nicht gefehlt hat. "Die Wahrheit war ihm zu groß, als daß er bereit gewesen wäre, sie für den äußeren Erfolg zu opfern", so Papst Benedikt zur Eröffnung des Paulusjahres. Sind wir in der heutigen Kirche nicht zu harmoniesüchtig? Würde Paulus, ein Mann der kräftigen Worte, heute Gehör finden?

Kardinal Kasper: Sicher würde Paulus auch heute anecken. Ihm war es wichtig, dass das Ärgernis des Kreuzes, in dem allein Heil ist, nicht entleert wird. Auch heute können sich die christliche Botschaft und das Christsein nicht stromlinienförmig anpassen. Man muss zur Wahrheit stehen, ob gelegen oder ungelegen. Dabei hat die christliche Alternative zu dem, was „man“ gewöhnlich sagt und tut, eine produktive Bedeutung. Sie zeigt die Alternative auf, und ist als Befreiung vom Bann des scheinbar Selbstverständlichen ein Ruf zur Freiheit. Diesen christlichen Freimut des Apostels brauchen wir heute ganz besonders.





Foto: (c) Christoph Hurnaus
Weitersagen:

   

Lesermeinung

Ihre Meinung

F�r die Kommentierm�glichkeit von kath.net-Artikel m�ssen Sie sich bei bei kathLogin registrieren. Alle User von kathTube wurden bereits automatisch �bernommen. Die Kommentare werden von Moderatoren �berpr�ft und freigeschaltet.Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net beh�lt sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer kann diesfalls keine Anspr�che stellen. Aus Zeitgr�nden kann �ber die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz gef�hrt werden. Weiters beh�lt sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbest�nde zur Anzeige zu bringen.




Werben auf kath.net  



Helfen Sie kath.net mit Ihrer
Spende!

kath.net auf Papier!
meist kommentierte Artikel

Kirchen zu Hawking: Physik kann keine letzte Erklärung liefern (57)

Mit emotionaler Empörung und Rausschmiss ist es nicht getan (51)

Die Kehrseite der mangelnden Integrationsbereitschaft (50)

Kontroverse Meinungen über Sarrazin (47)

Gewaltwelle nach geplanter Koran-Verbrennung befürchtet (47)

Vatikan: Schreiben der Deutschen Bischöfe hat keine Rechtskraft (40)

Und doch hat Gott die Welt erschaffen (39)

Konsistorium im November? (33)

Protestantischer Irrlehrer Nikolaus Schneider (33)

Papsthasser planen Großdemo am 18. September in London (31)


© kath.net 2000 - 2010    |    Impressum