
Duisburg (kath.net/idea)
Auf heftige Proteste sind Nacktspiele in einem städtischen Kindergarten in Duisburg gestoßen. In der Einrichtung hatten Erzieherinnen ein Zimmer eingerichtet, in dem Kinder nackt miteinander spielen konnten. Diese hätten sich aus eigener Initiative ausgezogen, hieß es.
Die überkonfessionelle Initiative „Kinder in Gefahr“ der Deutschen Vereinigung für christliche Kultur (DVCK) nannte die Vorfälle einen Rückfall in die Erziehungsmethoden der 68er-Bewegung. Statt den Kindern Grenzen zu setzen, habe man ihnen im Sinne einer liberalen Erziehung freien Lauf gelassen, sagte der Sprecher der Initiative, Mathias von Gersdorff (Frankfurt am Main), gegenüber idea. Nach Bekanntwerden der Vorfälle hatten viele Eltern ihre Kinder nicht mehr zu der Tagesstätte geschickt: 70 von 120 Jungen und Mädchen blieben zu Hause. Inzwischen hat das Jugendamt der Stadt den Kindergarten geschlossen.
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Die Leiterin wurde beurlaubt Bis zum Januar soll ein neues Erzieherteam gefunden werden. Man habe erkannt, dass die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern nicht mehr gewährleistet sei, sagte der Leiter des Jugendamts, Thomas Krützberg, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ).
Die Staatsanwaltschaft hat Medienberichten zufolge gegen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht eingeleitet.
Kinderschutzbund: Nacktheit ist normal
Nicht alle sehen die Vorfälle kritisch: Der Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes Nordrhein-Westfalen, Dieter Greese (Wuppertal), schrieb in der WAZ, es sei normal, dass Kleinkinder sich ihres nackten Körpers freuen. Greese: „Wer Hauterleben mit Gefahr verbindet und ihm Verbote auferlegt, züchtet Angst und Verkrampfung. |