
Wien (kath.net/ksoe) Die „Allianzen für den freien Sonntag“ in Deutschland, Österreich und Polen unternehmen erstmals einen gemeinsamen Vorstoß, um den „freien Sonntag“ in die EU-Arbeitszeitrichtlinie aufzunehmen. Eine entsprechende Resolution wurde von 100 Teilnehmern der Enquete „Prekäre Zeiten“ im Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz in Wien am Dienstag unterzeichnet.
Zu den Erstunterzeichnern zählen Bischof Ludwig Schwarz (Diözese Linz), Franz Georg Brantner (gpa djp), Ulrich Dalibor (v.erdi, Deutschland), Alfred Bujara (Solidarnosc, Polen), Alexandr Leiner (Handelsgewerkschaft „OSPO“, Tschechien), Katharina Kulandova (Handelsgewerkschaft „OZPOCR“, Slowakei).
Werbung
Damit stehen die überkonfessionellen Sonntags-Allianzen und gewerkschaftlichen Vertreter aus Mittel- und Südosteuropa im Einklang mit den christlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften in Europa. Diese beabsichtigen, in einer breiten Initiative den freien Sonntag in die EU-Arbeitszeitrichtlinie zu bringen. Sowohl COMECE (Kommission der Bischofskonferenzen in der EU) als auch KEK (Konferenz europäischer Kirchen, d.h. orthodoxe, anglikanische, altkatholische, lutherische, reformierte und evangelisch-methodistische Kirchen) fordern eine Novellierung der EU-Arbeitszeitrichtlinie, die den freien Sonntag beinhalten soll.
Die „Allianzen für den freien Sonntag“ in Deutschland, Österreich und Polen engagieren sich für den Wert des freien Sonntags und gegen eine schleichende Aushöhlung des arbeitsfreien Sonntags durch Politik und Wirtschaft. Die Allianzen sind breit angelegte Bündnisse aus Kirchen, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Erst im Februar 2008 wurde in Polen eine Allianz für den freien Sonntag gegründet.
Foto: (c) www.freiersonntag.at |