
Wien (www.kath.net) Einem brennenden Thema widmet sich eine neue Website: Christianophobia veröffentlicht Fälle von Christenhass in Europa, erklärt den Begriff und stellt wichtige Zitate und Anregungen darüber zur Verfügung. Initiiert wurde die Website von der Wiener Netzwerk-Initiative „Europa für Christus“.
„Christianophobie bedeutet irrationale Furcht vor oder Hass gegenüber Christen oder dem Christentum im Allgemeinen“ erklärt die Juristin Gudrun Kugler, Initiatorin der Webseite. „Der Begriff beinhaltet auch anti-christliche Voreingenommenheit und manifestiert sich in der schrittweisen Marginalisierung von Menschen mit christlichen Überzeugungen.“
Die aufgelisteten Fälle beinhalten die Verspottung oder Verhöhnung des christlichen Glaubens, die Entfernung christlicher Symbole oder das Verbot, diese selbst zu tragen, wie auch Attacken auf den Glauben in Film und Fernsehen.
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Es gehe bei der Initiative nicht „um Selbstmitleid, sondern darum, Lösungen zu suchen, die auch die politische Ebene betreffen“, betont Kugler. Sie schlägt als Gegenstrategie die Stärkung des Selbstvertrauens der europäischen Christen vor.
„Viel von dem, für das Europa berühmt ist, stammt aus dem Christentum. Zur Humanisierung Europas hat es viel beigetragen - und hat immer noch viel anzubieten. Es liegt an uns Christen, mit Selbstbewusstsein am öffentlichen Leben teilzunehmen. Dadurch werden christianophobe Tendenzen abgeschwächt.“
Die Verfolgung jener „politisch inkorrekten“ Positionen, die wesentlich zum christlichen Glauben gehören - etwa die Ablehnung der Abtreibung oder der „Homosexuellen-Ehe“ - ist massiv: Dokumentierte Fälle reichen von Entlassungen bis hin zur Verhängung von Strafen, in einigen Fällen wurden Personen sogar zu Gefängnishaft verurteilt.
Der französische Parlamentarier Christian Vanneste wurde wegen kritischer Äußerungen zur Homosexualität zu rund 10.000 Euro Strafzahlung verurteilt. Der Begriff „Christianophobie“ habe bereits Eingang in diverse Dokumente der UNO und OSZE gefunden, sagen die Initiatoren.
Auch der Vatikan unterstützt die offizielle Anerkennung dieses Phänomens, so zum Beispiel der vatikanische Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten, Erzbischof Dominique Mamberti.
Joseph Weiler, der bekannte jüdische Autor und Professor für Völkerrecht an der New York University, meint dazu: „Der europäische Laizismus ist, im Gegensatz zum amerikanischen Säkularismus, nicht einfach nur ein ‚Ich glaube nicht an Gott’, sondern eine Art Glaube für sich. Es handelt sich um eine aktive Feindseligkeit gegenüber der Religion, im Fall Europas gegenüber dem Christentum.“
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