
Madrid (www.kath.net) Einen Boom an Priesteramtskandidaten verzeichnen Bischof Demetrio Fernandez (Diözese Tarazona) und Bischof Josep Angel Saiz Meneses (Diözese Terrassa). Die Priesterseminare ihrer Bistümer gibt es erst seit zwei Jahren, dennoch verzeichnen sie eine bedeutende Anzahl an Kandidaten: 28 bzw. 15 Seminaristen, erklärten sie gegenüber der spanischen Zeitung „La Razon“.
„Eine Diözese ohne Seminar ist eine tote Diözese“, meinte Bischof Fernandez. Auf das Geheimnis der Priesterberufungen angesprochen betonte Fernandez, es sei von großer Wichtigkeit, dass es in einer Diözese
„kleine Priesterseminare“ gebe, die sich um die jungen Menschen bereits in einem frühen Alter annehmen.
Werbung
Fernandez: „Ich bin davon überzeugt, dass sich die wichtigen Ideale bei einer Person bereits im Alter von 15 Jahren herausbilden. Ihre Ideale sind voll von Träumen und Visionen, die anschließend zur Reife geführt werden müssen. Aber diese Ideale sind eine erstaunliche Antriebskraft für das ganze Leben.“
Auch Bischof Saiz Meneses vertritt ähnliche Ansichten. Sein Seminar gibt es seit etwa einem Jahr, und inzwischen gibt es 13 Seminaristen. Für den Bischof sind Demut, Vertrauen in Gott und Opferbereitschaft der Schlüssel zur Priesterberufung.
Auch für den Bischof von Terrassa ist die Bedeutung von „kleinen Priesterseminaren“ wichtig. „Gott beruft, wen er will und wann er will. Manchmal fragen mich Menschen, ob ein 12-jähriges Kind oder eine 18-jährige Person eine Berufung klar sehen kann. Es gibt Kinder im jungen Alter, die Arzt oder Lehrer werden wollen und dies auch werden.“
Dasselbe könne auch bei religiösen Berufungen passieren. „Einige der Kinder, die Anzeichen einer Berufung zeigen, werden Priester, andere nicht. Wir müssen diese im Prozess der Persönlichkeitsreifung begleiten und ihnen helfen, den Willen Gottes zu entdecken.“ Foto: (c) Christoph Hurnaus
|