
Köln (www.kath.net/idea) Rund 200 Abtreibungsgegner haben am 30. Juni in Köln gegen Spätabtreibungen demonstriert. Anlass war der zehnte Geburtstag von Tim, dem Oldenburger Baby, das am 6. Juli 1997 seine eigene Abtreibung überlebt hatte.
Das behinderte Kind kämpfte neun Stunden lang ums Leben und wurde zeitweise nicht medizinisch versorgt. „Wir machen auf die Menschenrechtsverletzungen aufmerksam, die bei uns täglich durch Abtreibung und Spätabtreibung begangen werden“, erklärte die Sprecherin der Kampagne „Tim lebt“, die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle, Claudia Kaminski (Köln), während der Kundgebung.
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Die Medizinerin forderte die Politiker auf, etwas gegen das „grauenhafte Geschehen“ zu tun. Kaminski: „Obwohl der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vorsieht, wenigstens die besonders grausamen Spätabtreibungen einzudämmen, hat die Bundesregierung bis auf den heutigen Tag noch keine einzige Maßnahme präsentiert, die in die versprochene Richtung weist.“
Manfred Libner, Geschäftsführer der Stiftung „Ja zum Leben“, verlas ein Grußwort von Tims Pflegefamilie, die ihn nach der Geburt liebevoll aufgenommen hat. „Trotz der vielen Handicaps, die ihm beim Start ins Leben auf den Weg gegeben wurden, hat sich Tim erstaunlich gut entwickelt. Er kann recht sicher laufen, hat seinen Weg zur Kommunikation mit seiner Umwelt gefunden und ist voller Lebensfreude.“ Besonders bedankten sich die Pflegeeltern bei den Unterstützern.
http://www.tim-lebt.de
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