LOGIN


eingeloggt bleiben

neu registrieren
Passwort vergessen


+ version 4.2
  
Nachrichten Community Service

  NACHRICHTEN
     Aktuelles
     Österreich
     Deutschland
     Schweiz
     Weltkirche
     Chronik
     Jugend
     Spirituelles
     Buchtipp
     Interview


  SERVICE
     
     KATH.NET-CHAT
     kathTube
     Radio kathTube
     Kathpedia
     Newsletter
     Termine
     KATH.NET-Club
     Leserreisen 2010
     Werbebanner
     Newsticker
     kathShop


  INTERNATIONAL
     English
     Italiano
     Français
     Español
     Slovensky
     Hrvatski
     Português

     Nuntii latini


  SUCHE
     






Anderswo...

WIENER ZEITUNG - 29. 7 - Tödlicher Bombenanschlag in ukrainischer Kirche

FOCUS ONLINE - 29. 7 - UN: Wasser als Menschenrecht anerkannt

TLZ - 27. 7 - Wallfahrt nach Rom: Ministrant Ludwig Hoffmeier fährt zur Papstaudienz

PRO MEDIENMAGAZIN - 29. 7 - Star-Autorin Rice will kein Christ mehr sein

RADIO BREMEN - 29. 7 - Bremer Kirchen bieten 4 300 Plätze für Kinder

RADIO VATIKAN - 29. 7 - USA: Kardinal begrüsst Einwanderungsgesetzes-Stopp

MüNCHNER KIRCHENRADIO - 29. 7 - Wolf: Kürzung staatlicher Leistungen für Kirchen in Bayern kein Them

Top Artikel der letzten 7 Tage

Die 'freundlichen Worte' der Schwester Beda Rauch

Love-Parade: 'Hölle' oder 'Sodom und Gomorrha'?

David Berger aus Päpstlicher Akademie Thomas von Aquin ausgeschlossen

Wo die Todsünden regieren

Pfarrer Hans Buschor bleibt weiterhin Leiter von K-TV

Eva Herman präzisiert ihre Loveparaden-Kritik

Von wem stammt dieser Text?

Ein Hirte, der seine Herde vor den Wölfen geschützt hat

Ruhrbischof Overbeck bittet um Gebet für Duisburg-Opfer

'Anglikanische Kommunion' für den Vierbeiner


22. Oktober 2005, 16:14
Der Rabbi von Rom














Artikel kommentieren
Tippfehler melden
Druckversion
Artikel versenden

  WEITERE ARTIKEL ZUM
  THEMA 'Nazi-Zeit'

Die Autobiographie von Eugenio Zolli, Oberrabiner von Rom und Freund von Papst Pius XII., der nach dem 2. Weltkrieg in die katholische Kirche eintrat

Eugenio Zolli, der Rabbi von Rom, war mein Großvater. Er war der Oberrabbiner der jüdischen Gemeinde Roms in den Jahren 1939–1945. Mein Großvater war ein berühmter Gelehrter, den die römische Gemeinde aufgrund seiner subtilen und sensiblen Bibelauslegungen schätzte und den sie seines ausgezeichneten wissenschaftlichen Rufes wegen zu ihrem Oberrabbiner gewählt hatte. 1945 aber, gleich nach Kriegsende, geschah etwas Ungeheuerliches:

Der Oberrabbiner Israel Zolli ließ sich taufen. Er trat in die katholische Kirche ein und nannte sich fortan Eugenio Zolli. Das war der Skandal schlechthin. Die jüdische Gemeinde verstieß ihn mit Schimpf und Schande aus seinem Amt.

Wenn mir früher jemand die Frage gestellt hat: »Warum hat sich Israel Zolli eigentlich taufen lassen?«, wusste ich darauf nichts zu sagen. Dabei hätte ich gern eine ebenso einfache Antwort gegeben. Letztlich war es das Andenken an meine Mutter Myriam, das meine Aufmerksamkeit auf die Niederschrift ihres Vaters lenkte. Unterstützt hat mich bei diesem Versuch, den schwierigen Fall zu rekonstruieren, meine Schwester Maura. Heute glaube ich, die Antwort, warum sich mein Großvater taufen ließ, zu kennen. Es gab mindestens drei Gründe.

Werbung

Ein Grund für seine Taufe liegt paradoxerweise gerade in seiner Funktion als Oberrabbiner von Rom (1939–1945): In dieser Funktion hatte er zwar die »Gabe des Sehens«. Entscheiden aber mussten andere. Er konnte Warnungen aussprechen, das Verhängnis aber nicht aufhalten. Der Blutzoll, den die jüdische Gemeinde Roms am Ende des Krieges zahlen musste, war beträchtlich, und der Gedanke, dass die Massaker an den Juden vielleicht zu verhindern gewesen wären, wurde ihm zur unerträglichen Qual. Die politischen Sympathien einiger der höchsten Gemeindevertreter für den Faschismus waren ihm völig unverständlich, da es sich doch um ein antisemitisches Regime handelte.

Der zweite Grund für seine Taufe hängt mit seiner Position als Wissenschaftler und Theologe zusammen: Aus dieser Sicht gab es für ihn keinen Bruch zwischen Judentum und Christentum. Für Zolli war Jesus Christus selbst zuallererst ein Jude, der seinem jüdischen Glauben niemals abgeschworen hatte.

Als Christ wünschte sich Zolli mehr als alles andere, dass sich die katholische Kirche nachhaltig vom Nationalsozialismus und von allen totalitären Regimen distanzierenmöge, mit denen sie sich von1921 bis 1945 arrangiert hatte. Diesen Wunsch hegte er weniger aus politischem Interesse als aus seiner Liebe zu Gerechtigkeit, Wahrheit und Barmherzigkeit. Hierin ist der dritte Grund für seine Taufe zu sehen.

In seiner Autobografie beschreibt Eugenio Zolli seinen inneren Weg vom Judentum zum Christentum. Zugleich schildert er darin die Ereignisse in Rom 1943/44, die ihn zu einem der treuesten Anhänger von Papst Pius XII. gemacht haben.

Der Rabbi von Rom
Die Autobiographie von Eugenio Zolli
304 Seiten
Format: 140 X 215 cm
HC + SU
20,50 EURO

Das Buch kann direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung CHRIST-MEDIA (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der Buchhandlung Immanuel (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch nur Inlandportokosten.

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: buch@kath.net

Für Bestellungen aus der Schweiz: buch-schweiz@kath.net

   

Helfen Sie kath.net mit Ihrer
Spende!

Lesermeinung

Ihre Meinung

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikel müssen Sie sich bei bei kathLogin registrieren. Alle User von kathTube wurden bereits automatisch übernommen. Die Kommentare werden von Moderatoren überprüft und freigeschaltet.Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.




Werben auf kath.net  



Helfen Sie kath.net mit Ihrer
Spende!

kath.net auf Papier!
meist kommentierte Artikel

Die 'freundlichen Worte' der Schwester Beda Rauch (111)

Love-Parade: 'Hölle' oder 'Sodom und Gomorrha'? (88)

Eva Herman präzisiert ihre Loveparaden-Kritik (64)

Pfarrer Hans Buschor bleibt weiterhin Leiter von K-TV (52)

Ruhrbischof Overbeck bittet um Gebet für Duisburg-Opfer (37)

David Berger aus Päpstlicher Akademie Thomas von Aquin ausgeschlossen (31)

'Ungute Katholisierung und Hierar­chisierung' (28)

Medien: Alle Papst-Messen in Großbritannien nun kostenpflichtig (26)

Von wem stammt dieser Text? (25)

Nach dem ersten Diebstahl werden vier Finger abgeschnitten (24)


© kath.net 2000 - 2010    |    Impressum