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17. Juli 2005, 14:13
Jerusalem: Machtkampf der griechisch-orthodoxen Kirche










Israel ist 'sehr besorgt' über das Eingreifen Athens, weil damit eine weitere ausländische Macht versuche einzugreifen

Jerusalem (www.kath.net/ RNA)
Die Kontroverse um den abgesetzten, gleichwohl weiter amtierenden griechischen Patriarchen von Jerusalem, Irinaios I., hat vor wenigen Tagen eine neue internationale Komponente erhalten. Laut israelischen Presseberichten mischt sich offenbar jetzt auch die griechische Regierung mit viel Geld ein, um den umstrittenen Kirchenfürsten zu halten - trotz der Absetzung durch die Jerusalemer Bischöfe und einer Synode aller orthodoxen Patriarchen in Istanbul.

Israel sei „sehr besorgt“ über das Eingreifen Athens, weil damit eine weitere ausländische Macht versuche, die Regie über das Geschehen bei den christlichen Kirchen des Landes in die Hand zu nehmen. Dabei geht es den Israelis nicht um theologische Fragen, sondern vor allem um die Verwaltung wichtiger Grundstücke im Besitz der griechisch-orthodoxen Kirche. Irinaios I. wurde von seiner Synode abgesetzt, nachdem Behauptungen über ein angebliches Grundstücksgeschäft am Jaffator in der Altstadt Jerusalems aufgekommen waren. Eine offizielle Bestätigung zu dem Verkauf von Grundstücken in Millionenwert an jüdische oder israelische Strohmänner hat es indes von niemandem gegeben. Dennoch bewirkte die Jerusalemer Synode seine Absetzung.

Foto: © KATH.NET